Poppenlauer

Die Ansicht von Poppenlauer auf dem "Mühlenplan" von 1592

Dort ist links das "Schrimpfsche Schloss", das Gebäude mit den Renaissancegiebel  zu erkennen. In diesem ehemaligen Zehnt- oder Schüttbau befindet sich heute das Heimat- und Archäologische Musem des Marktes Maßbach.

 

5.Poppenlauer 1592

Unter dem Motto „Steinzeit, Ritter, alte Knacker” wird auf fünf Etagen (ca. 1000 m²) Heimatgeschichte durch Anfassen begreiflich gemacht.

Nicht der einzelne Gegenstand, sondern seine Geschichte und sein Umfeld stehen im Vordergrund. In der „Ritterkapelle“, mit den Grabfunden des Schlossherrn von 1456, Eberhard von Maßbach und denen des Johann von Steinau in Poppenlauer, beginnt die Geschichte des Schlosses und der Rundgang durch das Museum.

Durch die Schmiede und Wagnerwerkstatt geht es weiter zu Küche, Schlaf- und Wohnstube des 19. Jh. und weiter in die Schusterwerkstatt, den „Frisiersalon“, ins Schulzimmer der Großeltern, vorbei an der Poststelle, die Treppe hoch in den „Wald“, von der Forst- zur Landwirtschaft zur Saat und Ernte, zum Müller mit den Lauertal Mühlen und weiter zum Backofen.

Nach dem „Waschtag" kommt man zum Haus des Schreiners und Glasers. Dessen Dach hat der Zieglergeselle, u.a. mit seinen „Feierabendziegelh“ gedeckt. Auf einer dieser Ziegel wird 1800, Poppenlauer urkundlich als „Poppenlustig“ erstmals erwähnt. Der Steinmetz daneben hat ihrer aller Grabstein gefertigt.

Beim letzten Handwerker dreht sich, die Haspel, Stroh wird zu Gold - Flachs zum Leinen.

Eine „prähistorische Höhle” mit Höhlenmalereien der Steinzeit ist der Eingang zum obersten Stock. Hier befindet sich die in ihrem Umfang und Präsentation einmalige archäologische Ausstellung „Steinzeit zum Begreifen“. Es ist die Geschichte des Menschen der sich aufrichtete um die Welt zu verstehen, sie mit Kopf und Händen zu begreifen.

Zeugnisse aus allen Zeitepochen sind die archäologischen Funde aus der Region, die dem Besucher hautnah die Geschichte von der Steinzeit bis in unsere Tage begreifbar machen. Die Präsentation „Unter Maßbachs Häusern“ zeigt anhand der archäologischen Funde aus dem Ortskern von Maßbach, dass an diesem Siedlungsplatz nicht nur die Menschen der frühen Jungsteinzeit vor 7500 Jahren, ihre Spuren hinterlassen haben sondern auch kontinuierlich die, der darauf folgende Zeitepochen. Was im Vergleich mit Schwanfeld, dem,‚ältesten Dorf Deutschlands" noch eine Steigerung wäre. Scherzhaft werden im Museum Verzierungen der frühen Bandkeramik vor über 7 000 Jahren, als die Anfangsbuchstaben der Orte Maßbach und Volkershausen umgedeutet.

Als letztes werden die vorgeschichtlichen Grabkulturen an Hand eines „Hockergrabes“ der Jungsteinzeit, einer Urrienbestattung der Bronzezeit und einem rekonstruierten Hügelgrabs der Hallstattzeit, dem" Besucher erklärt.

Selbst Hand anlegen dürfen Kinder und Erwachsene um die Techniken der Steinzeit ausprobieren. Getreidemalen, mit der Steinzeit Bohrmaschine oder mit Pyrit, Feuerstein und Zunder- Feuer machen.

Und selten verlässt ein Kind das Museum ohne Steinzeit Schminke an Gesicht und Händen.

Darum auch das Zitat einer Besucherin: „In andere Museen bekommt man Kinder nicht hinein, bei euch bekommt man sie nicht heraus".

 

Kontakt
Markt Maßbach
Marktplatz 1
Tel: +49 (9735)89-0
Fax: +49 (9735)89-199
E-Mail: zentrale@massbach.de
De-Mail: zentrale@massbach.de-mail.de

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag: 08:00 Uhr - 12:00 Uhr
Donnerstag: 15:00 Uhr - 17:30 Uhr

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