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Deutsch-französischer Jugendaustausch des Marktes Maßbach und des Canton Cingal vom 29.07. - 04.08.2019 in Maßbach

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Deutsch-französischer Jugendaustausch des Marktes Maßbach und des Canton
Cingal vom 29.7.- 4.8.2019 in Maßbach
Nachdem die Partnerschaftsbeauftragten Frau Anne-Marie Breteau und Vera
Büdicker im vergangenen Sommer einen eigenen Jugendaustausch ins Leben
gerufen hatten und ein erstes Treffen in der Normandie organisiert hatten, fand
in diesem Jahr der Gegenbesuch in der Gemeinde Maßbach statt.
Das diesjährige Quartier für den Jugendaustausch war die idyllisch gelegene
Rothhäuser Mühle zwischen Maßbach und Rothhausen. Dort trafen am
Montagabend sowohl die französischen als auch die deutschen Teilnehmer ein
und nach dem Bezug der Zimmer gab es ein gemeinsames Abendessen.
Anschließend veranstalteten die Betreuer mit den Jugendlichen einige
Sprachspiele, um die Kommunikation im Haus zu erleichtern, bevor sich dann
alle erschöpft in ihre Zimmer zurückzogen.
Am Dienstagmorgen fand für die Jugendlichen gemeinsam eine Dorfrallye statt,
die von deutschen Jugendlichen mithilfe der Infotafeln des Marktes Maßbach
vorbereitet und entsprechend übersetzt worden war, damit alle die vorgegebenen
Fragen beantworten konnten. Von der Rothhäuser Mühle aus ging es durch den
Wald nach Maßbach, wo die Jugendlichen die Infotafeln an den wichtigsten
Gebäuden der Gemeinde lesen und dazu Fragen beantworten mussten. Dabei
erfuhren die Jugendlichen viele interessante Details über Maßbach, wie zum
Beispiel über die jüdische Geschichte des Ortes oder über das Theater im
Schloss Maßbach, aber auch, dass das heutige Rathaus früher eine Schule war.
Um die Teambildung zu stärken wurden die Fragen zu den Infotafeln auf
französisch gestellt. So mussten Wege gefunden werden, die Sprachbarrieren zu
überwinden, um das Lösungswort herauszufinden.
Nachdem sie die Rallye erfolgreich beendet hatten und jeder auf das richtige
Ergebnis gekommen war, besuchten die Jugendlichen Herrn Bürgermeister
Matthias Klement im Rathaus.
Bürgermeister Matthias Klement erklärte den Jugendlichen, warum die
Begegnungen für ihn so wichtig seien. Viele der Jugendlichen wussten nicht,
dass sein Vater Erhard Klement als Bürgermeister im Jahre 1989 die
Partnerschaft mitbegründet hatte. Matthias Klement sieht in den
Jugendbegegnungen einen wichtigen Beitrag zum guten Verhältnis der Länder
in einem vereinten Europa. Durch das gegenseitige Kennenlernen würden die
Jugendlichen viel über die Kultur und Lebensweise der Partner erfahren.
Nach diesem Besuch ging es zur Abkühlung ins Maßbacher Freibad, wo sich
alle im Wasser austoben konnten.
Nach dem Abendessen in der Rothhäuser Mühle diskutierten sie eifrig darüber,
was typisch deutsch und typisch französisch ist und konnten so einige Vorurteile
ausräumen.
Am Mittwochmorgen trafen sich die Jugendlichen mit zwei Paaren der
Maßbacher Volkstänzer, um fränkische Rundtänze einzuüben, die sie dann am
Freitag aufführen wollten. Nach anfänglicher Skepsis waren sie mit
Begeisterung dabei und schafften es sogar, zwei Tänze einzustudieren. Nach
einer kurzen Erholungspause fuhren die Jugendlichen mit ihren Betreuern zum
Neustädter Haus in der Rhön und wanderten von dort zum Kreuzberg. Vor allem
die Franzosen waren sehr beeindruckt von der herrlichen Landschaft und dem
tollen Panorama. Abends waren die Jugendlichen bei einer Teilnehmerfamilie
zum Burger-Grillen eingeladen und spätestens da war die alte Vertrautheit der
letzten Treffen wieder da.
Am Donnerstag besuchte die Gruppe das Heimatmuseum in Poppenlauer und
wurde dort auf unterhaltsame Weise von Herrn Bub und mithilfe einer
Dolmetscherin in die Geheimnisse der Maßbacher und Poppenläurer Geschichte
eingeführt. Sehr viel Spaß hatten sie in dem alten Schulraum, wo sie sich in die
schmalen Bänke quetschten und gleich ein paar Übersetzungsübungen machten.
Anschließend wurde gegrillt und die Bratwürste wurden im Ritterkeller
verspeist. Am späten Nachmittag kehrten sie in die Rothhäuser Mühle zurück
und waren sehr engagiert, bei einem Spiel Position zu beziehen. So wurde zum
Beispiel die provokative These: „Weiße können keinen Rap“ heiß diskutiert und
dabei nutzten sie mit vielen Emotionen die drei Sprachen Französisch, Englisch
und Deutsch. Auf Wunsch der Jugendlichen wurde dieses Spiel am Samstag mit
weiteren Fragen noch einmal wiederholt.
Am Freitag stand der Besuch des Weltkulturerbes Bamberg auf dem Programm.
In einer sehr unterhaltsamen und informativen Stadtführung erfuhren sie viel
Interessantes über den mittelalterlichen Allstadtkern, aber auch über „Klein
Venedig“, das Wirtshaus Schlenkerle und die Hexenverfolgung in Bamberg. Am
beeindruckendsten war die Brücke, auf der auch das Rathaus der Stadt steht.
Nach zweistündiger deutsch-französischer Führung konnten die Jugendlichen
noch selbstständig die Stadt erkunden. Nach Ankunft in Maßbach hatten sie
Gelegenheit, Mitbringsel für ihre Eltern einzukaufen. Am Abend waren dann
alle zu einer Geburtstagsfeier einer Teilnehmerfamilie eingeladen, wo sie für
das Geburtstagskind die Rundtänze aufführten, leckere fränkische Spezialitäten
probierten und später das Feuerwerk bestaunten. Besonders die Soloeinlagen
mit dem Akkordeon und Klavier der beiden Söhne des Geburtstagskindes riefen
bei den jungen Franzosen Begeisterungsstürme hervor und wurde eifrig gefilmt.
Zum Abschluss tanzten alle Jugendlichen mit der Gastgeberin auf der Bühne
und kehrten danach wieder zu ihrem Quartier zurück.
Am Samstag, dem vorletzten Tag des Austausches, musste vormittags die
Unterkunft aufgeräumt werden und danach fuhren die Jugendlichen zu dem
Baumwipfelpfad in Ebrach. Obwohl einige der deutschen Jugendlichen diesen
schon einmal besucht hatten, waren auch sie von der Bauweise des Pfades
begeistert. Das Highlight des Besuches war die Falken-Flugshow im Kern der
Anlage. Vor allem die jungen Franzosen äußerten sich begeistert darüber, da sie
so etwas aus Frankreich nicht kannten. Alle waren angetan von der gesamten
Anlage, den dort lebenden Tieren, die sie füttern durften, und der unberührten
Natur. Am Abend waren sie bei einer weiteren Teilnehmerfamilie zum Grillen
eingeladen. Anschließend wurde in der Unterkunft noch eine kleine
Abschiedsfeier veranstaltet, bei der viele Spiele gespielt wurden und dabei die
neu erworbenen Sprachkenntnisse getestet wurden. Dabei konnte auf das große
zweisprachige Angebot an Sprach- und Kommunikationsspielen des Deutsch-
Französischen Jugendwerks zurückgegriffen werden, das dieses Treffen
zusammen mit dem Bezirk Unterfranken gefördert hat.
Bei der Abfahrt am Sonntagmorgen gab es neben dem Versprechen in Kontakt
zu bleiben auch ein paar Abschiedstränen, die zeigen, dass viele Freundschaften
entstanden sind bzw. vertieft wurden. Der Gegenbesuch ist für nächstes Jahr in
den Sommerferien geplant, doch einige der Jugendlichen werden sich schon
vorher wiedersehen, wenn sie im Frühjahr mit ihren Familien zum
Partnerschaftsbesuch am Christi-Himmelfahrt-Wochenende nach Maßbach
kommen.
Zuletzt ein herzlicher Dank an alle Beteiligten für ihr großes Engagement:
dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und dem Bezirk Unterfranken für ihre
Förderung; Herrn Bürgermeister Klement für seine Unterstützung; den Eltern
der Teilnehmer, die die Gruppe mit leckeren Kuchen-, Salat- und Essensspenden
versorgten, die Gruppe zum Grillen eingeladen haben, Fahrten übernommen
haben und vieles mehr; den Volkstänzern, die mit großem Herzblut die
Rundtänze eingeübt haben und es geschafft haben, dass die Jugendlichen nach
anfänglicher Skepsis mit Begeisterung dabei waren; Herrn Klaus Bub für die
engagierte Führung im Heimatmuseum; allen Betreuern, die eine Woche lang
für die Jugendlichen da waren und immer wieder neue Impulse gaben; den
Helfern bei den Übersetzungen und natürlich den tollen Gastgebern in der
Rothhäuser Mühle.
Vera Büdicker
Partnerschaftsbeauftragte

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